Wossog Finanzberatung
Alexander Wossog

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Was bietet die Unfallversicherung gemäss UVG?

Die obligatorische Unfallversicherung ist eine Personenversicherung, die sich mit den wirtschaftlichen Folgen von Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten befasst.
Mit ihren Leistungen hilft sie, den Schaden wiedergutzumachen, der bezüglich Gesundheit und Er­werbstätigkeit entsteht, wenn die Versicherten verunfallen oder beruflich erkranken.

 

Wer ist obligatorisch versichert?

Obligatorisch versichert sind alle in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Nicht versichert nach UVG sind Nichterwerbstätige wie:

  • Hausfrauen und Hausmänner
  • Kinder
  • Studierende
  • Rentnerinnen und Rentner

Diese Personen müssen sich für Sachleistungen im Rahmen der obligatorischen Krankenversicherung gegen Unfälle versichern.
 

Wann beginnt und wann endet die obligatorische Unfallversicherung?

Die Versicherung beginnt am Tag der geplanten oder tatsächlichen Arbeitsaufnahme, spätestens aber wenn sich die Person auf den Weg zur Arbeit begibt.
Sie endet am 30. Tag nach dem Tag, an dem der Anspruch auf mindestens den halben Lohn aufhört.

Haftung der Arbeitnehmer

Wurde der Gesundheitsschaden oder der Tod absichtlich herbeigeführt, so besteht kein Anspruch auf Versicherungsleistungen (mit Ausnahme der Bestattungskosten).

  • Ein von der versicherten Person grobfahrlässig herbeigeführter Nichtberufsunfall kann eine Kürzung der Taggelder von bis zu zwei Jahren zur Folge haben
  • Hat die versicherte Person den Unfall bei der Ausübung eines Verbrechens oder Vergehens herbeigeführt, können die Geldleistungen gekürzt oder verweigert werden

 

Wer ist für die Unfallversicherung zuständig?

Sowohl die obligatorische als auch die freiwillige Versicherung werden je nach Versichertenka­tegorie durch die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (www.suva.ch) oder anderen, zugelassenen, Unfallversicherer durchgeführt.
Das Verzeichnis der Versicherer ist auf der Website des BAG (
www.bag.admin.ch) abrufbar.


Wer bezahlt die Versicherungsprämien?

Die Prämien für die Versicherung der Berufsunfälle und -krankheiten tragen die Arbeitgeber.
Beiträge für die Versicherung der Nichtberufsunfälle gehen grundsätzlich zu Lasten der Arbeitnehmer… es sei denn, es besteht eine entsprechende Abmachung zugunsten der Arbeitnehmer.
Die Arbeitgeber schulden den gesamten Prämienbetrag, wobei sie den Anteil der Arbeitnehmer von deren Lohn abziehen.

Es wird eine Vorausprämie festgelegt, die vom Arbeitgeber bezahlt wird.
Auf der Basis der jähr­lichen Lohnabrechnung wird dann die definitive Prämienberechnung für das zurückgelegte Jahr erstellt.
 

Wie hoch sind die Versicherungsprämien?

Unterschiedlich hoch… je nach Einkommen und Art des Betriebes.

Die Prämien werden in Promille des prämienpflichtigen Verdienstes festgesetzt.
Sie bestehen aus einer dem Risiko entsprechenden Nettoprämie und verschiedenen Zuschlägen.
Für die Be­messung der Prämien werden die Betriebe nach ihrer Art und ihren Verhältnissen in Klassen und Stufen des Prämientarifs eingeteilt.

Die Prämien sind je nach Unfallrisiko und Unternehmensverhältnissen unterschiedlich.
Der Nettoprämiensatz variiert je nach Unternehmensklassierung und Versicherer.
Einkommensteile über dem Höchstbetrag des versicherten Verdienstes werden nicht berücksichtigt.

 

Welche Leistungen erbringt die Unfallversicherung?

Medizinische Behandlung und finanzielle Unterstützung wie:
 

Sachleistungen: Pflegeleistungen und Kostenvergütungen

  • die ambulante Behandlung durch Ärzte
  •  verordnete Medikamente und Untersuchungen
  • die Behandlung, Verpflegung und Unterkunft in der allgemeinen Abteilung eines Spitals
  • Reise-, Transport- und Rettungskosten werden ebenfalls vergütet.

Geldleistungen

Grundlage für die Geldleistungen der Unfallversicherung ist der versicherte Verdienst.

Der Höchstbetrag ist so festgesetzt, dass in der Regel 92 % bis 96 % aller obligatorisch versicherten Personen mit ihrem vollen Verdienst versichert sind.
Er entspricht 148 200 CHF pro Jahr oder 406 CHF pro Tag.

  • Taggeld
    Ist eine versicherte Person infolge eines Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie Anspruch auf ein Taggeld.
    Dieses wird ab dem 3. Tag nach dem Unfalltag für jeden Kalendertag ausgerichtet.
    Es beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 % des versicherten Verdienstes,
    bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit entsprechend weniger.
    Das Taggeld für Personen, welche während der Arbeitslosigkeit verunfallen, entspricht der Arbeitslosenentschädigung.
  • Invalidenrente
    Wenn eine versicherte Person infolge eines Unfalls invalid wird, d.h. voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in ihrer Erwerbstätigkeit beeinträchtigt ist, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente.
    Der Anspruch entsteht, wenn eine Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwarten lässt und allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind.
    Massgebend für die Bemessung des Invaliditätsgrades ist der Vergleich der Erwerbsmöglichkeiten der versicherten Person mit bzw. ohne die Beeinträchtigung ihrer Erwerbsfähigkeit.
    Die Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80 % des versicherten Verdienstes,
    bei Teilinvalidität entsprechend weniger.
    Versicherten mit Anspruch auf eine Rente der schweizerischen AHV oder IV gewährt die Unfallversicherung eine Komplementärrente in der Höhe der Differenz zwischen 90 % des versicherten Verdienstes und der AHV/IV-Rente, höchstens wird aber der für Voll- bzw. Teilinvalidität vorgesehene Betrag der Unfallinvalidenrente bezahlt.
  • Integritätsentschädigung
    Erleidet eine versicherte Person durch einen Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität (z. B. Verlust einer Niere oder eines Beines, Tetraplegie, vollständige Blindheit), hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung.
    Die Entschädigung in Form einer Kapitalleistung wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft.
    Sie entspricht höchstens dem jährlichen Verdienst, der am Tag des Unfalls versichert war.
  • Hinterlassenenrenten
    Stirbt eine versicherte Person an den Folgen eines Unfalls, so haben der überlebende Ehepartner bzw. die überlebende Ehepartnerin (unter bestimmten Voraussetzungen) sowie die Kinder Anspruch auf eine Hinterlassenenrente.
    Sofern die verunfallte Person einem geschiedenen Ehegatten bzw. einer geschiedenen Ehegattin gegenüber zu Unterhaltsbeiträgen verpflichtet war, wird dieser oder diese der Witwe bzw. dem Witwer gleichgestellt.
    Die Hinterlassenenrente wird in Prozenten des maßgeblichen versicherten Verdienstes berechnet und beträgt für Witwen und Witwer 40 %, für Halbwaisen 15 % und für Vollwaisen 25 %, für alle Hinterlassenen zusammen jedoch maximal 70 %.
    Die Hinterlassenenrente für den geschiedenen Ehegatten bzw. die geschiedene Ehegattin entspricht 20 % des versicherten Verdienstes, höchstens aber dem geschuldeten Unterhaltsbeitrag.
    Haben die Hinterlassenen Anspruch auf eine IV- oder AHV-Rente, wird ihnen von der Unfallversicherung eine Komplementärrente gewährt (siehe Invalidenrente).
    In bestimmten Fällen wird der Witwe oder der geschiedenen Ehefrau eine Abfindung anstelle der Rente gewährt.
    Der Anspruch des überlebenden Ehegatten erlischt grundsätzlich mit der Wiederverheiratung, dem Tod der rentenberechtigten Person oder dem Auskauf der Rente;
    derjenige der Kinder endet grundsätzlich mit der Vollendung des 18. Altersjahres bzw. mit dem Abschluss der Ausbildung…spätestens aber mit dem vollendeten 25. Altersjahr.
  • Hilflosenentschädigung
    Personen mit schwerwiegenden Beeinträchtigungen der Gesundheit haben nicht nur Anspruch
    auf die notwendigen medizinischen Behandlungen und Ersatz des Erwerbsausfalls, sondern
    auch auf zusätzliche finanzielle Mittel, die aufgrund der Hilflosigkeit benötigt werden.
    Die Hilflosenentschädigung wird nur in Ausnahmefällen gewährt.
    Die Höhe der Leistung richtet sich nach dem Vorliegen einer Hilflosigkeit und deren Schweregrad (leicht, mittel, schwer).
    Als hilflos gilt eine Person, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf.

Wie können Versicherte ihren Anspruch auf Leistungen geltend machen?

Indem sie Unfälle dem Arbeitgeber oder dem Unfallversicherer melden.


Wo können Sie sich über die Unfallversicherung informieren?

Für Informationen zur Unfallversicherung können sich Versicherte direkt an ihren Unfallversicherer wenden.
Eine Liste der Unfallversicherer finden Sie auf der Internetseite des BAG (
www.bag.admin.ch).

 

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