Wossog Finanzberatung
Alexander Wossog

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Was ist die IV?
Die Invalidenversicherung (IV) ist wie die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) und die Krankenversicherung eine obligatorische Versicherung.
Ziel ist es, die Invalidität mittels Ein­gliederungsmassnahmen zu verhindern, zu vermindern oder zu beheben bzw. invaliden Versicherten mit Eingliederungsmassnahmen oder Geldleistungen die Existenzgrundlage zu sichern.


Wer ist bei der IV versichert?
Alle Personen die in der Schweiz wohnen oder erwerbstätig sind.

Was ist Invalidität?
Die IV definiert Invalidität als eine durch eine körperliche, psychische oder geistige Gesundheitsbeeinträchtigung verursachte Erwerbsunfähigkeit bzw., bei den nichterwerbstätigen Versicherten, als Unfähigkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich (z. B. im Haushalt) zu betätigen. Diese Unfähigkeit muss längere Zeit (mindestens ein Jahr) dauern.
Es spielt keine Rolle, ob die Beeinträchtigung schon seit der Geburt besteht oder Folge einer Krankheit oder eines Unfalls ist.


Wer bezahlt IV-Beiträge und wie werden sie berechnet?
Für die IV gelten die gleichen Bestimmungen wie für die AHV und die IV-Beiträge werden nach den gleichen Grundsätzen wie in der AHV erhoben.
Bei unselbständiger Erwerbstätigkeit entrichten Arbeitnehmer und Arbeitgeber je einen Beitrag in der Höhe von 0,7 % des maßgebenden, nach oben nicht begrenzten, Einkommens.
Selbständige zahlen einen Beitrag von 1,4 % auf ihren Einkommen (ohne Beitragsbemessungsgrenze).
Nicht erwerbstätige Versicherte bezahlen entsprechend ihrer sozialen Verhältnisse einen Beitrag zwischen 65 und 3 250 Franken pro Jahr.


Nach welchem Prinzip erbringt die IV ihre Leistungen?
Das oberste Ziel der Invalidenversicherung ist es, die gesellschaftliche und berufliche Wiedereingliederung behinderter Personen soweit zu fördern, dass sie ihren Lebensunterhalt ganz oder teilweise aus eigener Kraft bestreiten und ein möglichst unabhängiges Leben führen können.
An erster Stelle der Leistungen stehen deshalb die Eingliederungsmaßnahmen.
Sie dienen dazu, die Erwerbsfähigkeit dauernd und wesentlich zu verbessern oder zu erhalten.
Die behinderten Personen sollen möglichst weiterhin erwerbstätig oder in ihrem bisherigen Aufgabenbereich (z. B. im Haushalt) tätig bleiben können.

Erst an zweiter Stelle steht die Invalidenrente, wenn trotz allfälliger Eingliederungsmaßnahmen eine dauernde Erwerbsunfähigkeit besteht oder die versicherte Person nicht in der Lage ist, sich im Aufgabenbereich zu betätigen.
Behinderte Personen, die auf die Hilfe Dritter angewiesen sind, können zudem Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung und/oder einen Assistenzbeitrag haben.


Leistungen der IV (u.a.)

  • Maßnahmen der Frühintervention
  • Eingliederungsmaßnahmen
  • Invalidenrente

Wann erhalten Versicherte Invalidenrenten?
Invalidenrenten werden nur dann gezahlt, wenn mit Eingliederungsmaßnahmen die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit im Aufgabenbereich tätig zu sein, dauerhaft nicht wiederhergestellt oder erhalten wer­den kann.


Wann beginnt der Anspruch auf eine IV-Rente?
Nach Prüfung des Gesuches.
Der Anspruch auf eine Rente entsteht frühestens dann, wenn eine versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig war und die Arbeitsunfähigkeit danach mindestens im gleichen Umfang weiter andauert.
Der Rentenanspruch entsteht nach Ablauf von sechs Monaten ab Geltendmachung des Leistungsanspruchs, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt.
Ein Anspruch auf eine ordentliche Rente besteht nur wenn der Versicherte bei Eintritt des Versiche­rungsfalls mindestens drei Beitragsjahre aufweisen kann.
In einem EU-Staat, in einem EFTA-Staat oder in bestimmten Vertragsstaaten zurückgelegte Versicherungszeiten können für Staatsangehörige dieser Staaten anerkannt werden, wenn sie mindestens ein Jahr in der schweizerischen IV versi­chert waren.


Wann endet der Anspruch auf eine IV-Rente?
Der Anspruch auf IV-Renten erlischt, wenn die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind, spätes­tens aber, wenn der IV-Rentner oder die IV-Rentnerin das Pensionsalter erreicht und somit An­spruch auf eine Altersrente hat.


Wie wird der Invaliditätsgrad bei Erwerbstätigen bemessen?
Nach der Höhe der Erwerbseinbuße in Prozenten.
Der Invaliditätsgrad wird durch einen Einkommensvergleich (Einkommen vor Eintritt der Invalidi­tät im Verhältnis zum Einkommen nach Eintritt der Invalidität) ermittelt.
Es wird das Einkommen ermittelt, das die versicherte Person ohne die gesundheitliche Einschrän­kung erzielt hätte…davon wird das Einkommen abgezogen, das die versicherte Person wahrschein­lich nach erfolgreichen Eingliederungsmaßnahmen mit der gesundheitlichen Beeinträchtigung erzielen könnte. Die Differenz ergibt den Erwerbsausfall aufgrund dessen der Invaliditätsgrad festgestellt wird.
Der entsprechende Prozentsatz entspricht dem Invaliditätsgrad.
Bei nicht erwerbstätigen Versicherten (Personen, die im Haushalt arbeiten, Mitglieder religiöser Gemeinschaften, Studierende) wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in wel­chem Masse sie unfähig sind, sich in ihrem Aufgabenbereich zu betätigen.


Wie wird die Höhe der Invalidenrente berechnet?
Nach Invaliditätsgrad, Beitragsdauer und Einkommen.
Zur Berechnung der IV-Rente wird das gleiche System wie bei der AHV-Rente angewendet.
Die Berechnungselemente der Renten sind:

  • die anrechenbaren Beitragsjahre
  • das Erwerbseinkommen
  • mögliche Erziehungs- und die Betreuungsgutschriften

Der Invaliditätsgrad bestimmt, welche Rente eine behinderte Person erhält:

  • mindestens 40 %  => ¼ - Rente
  • mindestens 50 %  => ½ - Rente
  • mindestens 60 %  => ¾ - Rente
  • ab 70 %                   => Vollrente

Eine volle Invalidenrente beträgt monatlich mindestens 1 175 und höchstens 2 350 CHF.
Die Gesamtsumme von zwei Einzelrenten eines verheirateten oder in eingetragener Partnerschaft lebenden Paares darf 150 % der maximalen Altersrente, d.h. 3 525 CHF mtl., nicht übersteigen.

Erzielt eine rentenberechtigte Person ein neues Erwerbseinkommen oder erhöht sich das bisherige Einkommen, so erfolgt eine Rentenrevision nur dann, wenn das Einkommen bzw. die Erhöhung 1 500 CHF übersteigt.


Wie können Versicherte ihren Anspruch auf Leistungen geltend machen?
Keine Leistung ohne Anmeldung…um von der IV Leistungen zu erhalten, müssen sich Versicherte bei der IV-Stelle ihres Wohnkan­tons anmelden.
Ein Anmeldeformular können Sie bei den IV-Stellen, den AHV-Ausgleichskassen oder den AHV-Zweigstellen beziehen oder von der Website
www.ahv-iv.ch her­unterladen.

 

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