Wossog Finanzberatung
Alexander Wossog

Tuchert 1

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Was ist die AHV?
Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist der wichtigste Pfeiler der sozialen Vor­sorge in der Schweiz.
Die AHV soll den wegen Alter und Tod geringer werdenden oder wegfallenden Arbeitsverdienst wenigstens teilweise ersetzen.

Wer ist bei der AHV versichert?
Die AHV ist eine allgemeine und obligatorische Volksversicherung, die Alle umfasst, die in der Schweiz wohnen oder erwerbstätig sind.

Wer hat Anspruch auf Leistungen der AHV?
Damit eine Person Anspruch auf Leistungen hat muss sie:

  • eine Beitragsdauer von mindestens einem Jahr aufweisen, oder
  • muss ihr erwerbstätiger Ehepartner oder ihre erwerbstätige Ehepartnerin mindestens wäh­rend eines Jahres den doppelten Mindestbeitrag entrichtet haben, oder
  • müssen Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerechnet werden können.

Bei den Hinterlassenenleistungen müssen diese Voraussetzungen durch die verstorbene Person erfüllt sein.
 

Wer bezahlt AHV-Beiträge?
Beitragspflichtig sind alle, die bei der AHV versichert sind, d.h. die Personen, die in der Schweiz wohnen oder arbeiten.
Beitragspflichtig sind auch nicht Erwerbstätige… ihr Beitrag gilt dann als bezahlt, wenn der erwerbstätige Partner/in mindestens den doppelten Mindestbeitrag an die AHV entrichtet hat.
Der AHV/IV/EO-Mindestbeitrag beträgt 478 CHF pro Jahr. (Stand 2016)
Die Beiträge der Arbeitnehmer werden von den Arbeitgebern bei jeder Lohnzahlung abgezogen und zusammen mit ihrem Beitrag an die AHV-Ausgleichskasse überwiesen.

Wie berechnen sich die AHV-Beiträge?
Bei Angestellten bezahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je die Hälfte der Beiträge, d.h. 4,2 % des Einkommens (ohne Beitragsbemessungsgrenze).
Bei Selbständigen setzt die AHV-Ausgleichskasse den Beitrag aufgrund des Erwerbs­einkommens fest, was grundsätzlich 7,8 % ihres Einkommens entspricht.
Eine sinkende Beitrags­tabelle sieht für Jahreseinkommen unter 56 400 CHF die Herabsetzung des Beitragssatzes bis auf 4,2 % vor.

Was ist das individuelle Konto?
Auf dem individuellen Konto (IK) werden alle Erwerbseinkommen, Beitragszeiten sowie die Be­treuungsgutschriften aufgezeichnet.
Es dient als Grundlage für die Berechnung einer Alters-, Hinterlassenen- oder Invalidenrente.
Wer überprüfen möchte, ob die Beitragsdauer lückenlos ist oder ob der Arbeitgeber die abgezogenen Beiträge auch wirklich mit der AHV-Ausgleichskasse abgerechnet hat, kann mit einem schriftlichen Antrag oder direkt via Internet einen Auszug verlangen.
Dabei ist die Versichertennummer anzugeben und der Auszug ist kostenlos.

Versicherungsausweis/Versichertennummer
Alle beitragspflichtigen Personen erhalten bei der Aufnahme in die Versicherung einen
per­sönlichen Versicherungsausweis (gewöhnlich «AHV-Ausweis» genannt).
Der Ausweis ent­hält die persönliche Nummer der versicherten Person und ist unbedingt aufzubewahren.
Er muss dem Arbeitgeber bei je­dem Stellenwechsel und bei der Anmeldung für die AHV-Leistungen vorgelegt werden

Welche Leistungen erbringt die AHV?
Die Alters- und Hinterlassenenrenten sowie die Hilflosenentschädigung machen den größten Teil der Leistungen der AHV aus.
Diese Leistungen werden der Entwicklung der Löhne und der Preise angepasst.

Altersrente
Frauen haben mit 64 Jahren und Männer mit 65 Jahren das Rentenalter erreicht.
Der Anspruch auf die AHV-Altersrente beginnt am ersten Tag des Monats nach dem Erreichen des ordentlichen Rentenalters und erlischt am Ende des Monats, in dem die rentenberechtigte Person stirbt.
Die volle Altersrente beträgt monatlich mindestens 1 175 und höchstens 2 350 CHF.
Bei einer unvollständigen Beitragsdauer wird eine Teilrente ausbezahlt.
Die Altersrenten für verheiratete oder in eingetragener Partnerschaft lebende Paare darf 150 % der maximalen Altersrente, d.h. 3 525 CHF nicht übersteigen.
Wer seine Altersrente ein oder zwei Jahre vor dem ordentlichen Rentenalter bezieht, erhält eine gekürzte Rente. Der Kürzungssatz beträgt 6,8 % pro Vorbezugsjahr.
Wer den Bezug der Rente um ein bis maximal fünf Jahre aufschiebt, erhält eine erhöhte Rente.
Die Erhöhung ist abhängig von der Dauer des Aufschubs.

Die AHV-Rente errechnet sich aus den anrechenbaren Beitragsjahren und dem
Jahreseinkommen.
Erziehungs- und Betreuungsgutschriften werden hinzugerechnet.

Eine Vollrente erhält, wer eine volle Beitragsdauer aufweist (44 Jahre).
Besteht eine unvollständige Beitragsdauer, wird eine Teilrente ausgerichtet:
Kürzung der Rente um 1/44 pro fehlendes Beitragsjahr.
Beiträge an ausländische Rentenversicherungen und der Zeitraum, in dem diese geleistet wurden, können weder auf die AHV übertragen noch auf andere Weise in der schweizerischen Versiche­rung berücksichtigt werden.

Witwen- oder Witwerrente
Frauen, deren Gatte verstorben ist, haben Anspruch auf eine Witwenrente

  • wenn sie zum Zeitpunkt der Verwitwung eines oder mehrere Kinder haben oder
  • wenn sie zum Zeitpunkt der Verwitwung 45 Jahre alt und mindestens fünf Jahre verheiratet waren. Bei mehreren Heiraten werden die Ehejahre zusammengerechnet.
  • Männer, deren Gattin bzw. ehemalige Gattin verstorben ist, erhalten eine Witwerrente, bis das jüngste Kind das 18. Altersjahr vollendet hat.

Die Witwen- oder Witwerrente macht 80 % der Altersrente aus (bei vollständiger Beitrags­dauer monatlich mindestens 940 und höchstens 1 880 CHF).

Die eingetragene Partnerschaft ist der Ehe gleichgestellt.


Waisenrente
Die AHV richtet Kindern eine Waisenrente aus, wenn die Mutter oder der Vater stirbt.
Beim Tode beider Eltern besteht ein Anspruch auf zwei Waisenrenten.
Der Anspruch auf eine Waisenrente erlischt mit dem 18. Geburtstag oder mit dem Abschluss der Ausbildung (spätestens jedoch mit dem 25. Geburtstag).
Die Waisenrente macht 40 % der Altersrente aus (bei vollständiger Beitragsdauer mindestens 470 CHF pro Monat und höchstens 940 CHF pro Monat).
Sind beide Eltern gestorben, so sind die Waisenrenten zu kürzen, soweit ihr Gesamtbetrag 60 % der maximalen Altersrente, d.h. 1 410 CHF monatlich, übersteig

Kinderrente
Ein Anspruch auf eine Kinderrente zusätzlich zur Altersrente besteht für Kinder, die das 18. Altersjahr noch nicht vollendet haben oder sich noch in Ausbildung befinden (bis zu ihrem 25. Geburtstag).
Die Kinderrente macht 40 % der entsprechenden Altersrente aus, das sind bei vollständiger Beitragsdauer monatlich mindestens 470 CHF und höchstens 940 CHF.
Haben beide Elternteile Anspruch auf eine Kinderrente, so darf der Gesamtbetrag beider Renten 60 % des Höchstbetrages der Altersrente, d.h. monatlich 1 410 CHF, nicht übersteigen.

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